Freitod eines Luftpiraten

Irrer Luftpirat geht in den Freitod

Er berief sich auf Napoleon, entführte zwei Mal ein Flugzeug, das letzte Mal Ende November eine Maschine der Alitalia. Jetzt wurde der Italiener Stefano Savorani erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden.

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Mehr als eine Woche nach der versuchten Entführung einer Alitalia-Passagiermaschine hat sich der italienische Luftpirat Justizkreisen zufolge in seiner Zelle im französischen Lyon erhängt.

Der 29-jährige Luftpirat sei in der Nacht tot in seiner Zelle gefunden worden, hieß es am Samstag, den 7.12.2002 in den Kreisen. "Er hat sich aufgehängt. Er war allein. Es war zweifellos Freitod", hieß es in den Kreisen.

Bei dem Mann handelte es sich um einen ehemaligen Polizisten, der Angaben seiner Familie zufolge wegen Schizophrenie und nach mehreren Entführungsversuchen in ärztlicher Behandlung war. Er war am 27. November in Lyon verhaftet worden, nachdem er den Piloten einer vom italienischen Bologna nach Paris fliegenden Maschine bedroht hatte. Er behauptete, er habe eine Bombe bei sich. Nach der Verhaftung wurde bei ihm eine Fernbedienung sichergestellt. Die Maschine war nach Lyon umgeleitet worden.

Während seines Entführungsversuches sagte der Mann, er wolle eine terroristische Tat "gegen Osama bin Laden" verüben. Dem Moslem-Extremisten Bin Laden werden die von Luftpiraten ausgeführten Anschläge am 11. September 2001 in den USA zur Last gelegt.

 

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